7. Bad Sodener Gesundheitstage im Badehaus

„Mit ganzem Herzen für die Gesundheit“ – so lautet das Motto der 7. Bad Sodener Gesundheitstage im Badehaus im Alten Kurpark in Bad Soden. Die Stadt Bad Soden am Taunus ist dem Thema Gesundheit durch die Kurtradition verpflichtet.

Kurparkanlagen, Heilquellen und Badehaus – früher Ort therapeutischer Bäder, nun Kulturzentrum und gute Stube der Stadt – zeugen vom Stellenwert des Standortfaktors Gesundheit. In Bad Soden am Taunus leben wir maßgeblich in Strukturen, die in den großen Zeiten des Kurbetriebs entstanden sind. Aber auch nach Ende des Kurbetriebs blieb Bad Soden am Taunus ein bedeutender Gesundheitsstandort in unserer Region – neben den Kliniken des Main-Taunus-Kreises und der Psychiatrischen Institutsambulanz St. Valentinus zeugen davon zahlreiche niedergelassene Ärzte. Die Sorge um die Gesundheit ist also Teil der lokalen Identität.

Das Besondere der Gesundheitstage ist, dass sich viele Anbieter und Interessenten rund um das Thema Gesundheit sowie unterschiedliche Ansätze des Heilens und Gesundbleibens im Badehaus präsentieren.

Es handelt sich um eine ideale Plattform, um sich im Herzen der Stadt in lockerer Atmosphäre über unterschiedlichste Angebote zum Thema Gesundheit zu informieren und auszutauschen.

Herr Honermann von der Firma PureSec GmbH wird zwei Vorträge halten.
Einen zum Thema „Technische Assistenzsysteme für ein selbstständiges Leben im Alter“ am Samstag den 31.08.2019 um 15:30 Uhr und einen Vortrag im Anschluss um 16:00 Uhr zum Thema „Einsatz von Robotern in der Pflege und im Gesundheitsbereich“. Beide Vorträge finden im VHS Raum statt.

Wir möchten diese Tage zum Austausch nutzen und versprechen Ihnen interessante neue Einblicke in diese Themen. Natürlich wird auch der Kommunikationsroboter Pepper mit dabei sein.

Datum Samstag, 31.08.2019 von 10 bis 18 Uhr
Sonntag, 01.09.2019 von 10 bis 18 Uhr
Ort Badehaus / Kurpark in Bad Soden am Taunus
65812 Bad Soden am Taunus

Gerne können Sie mit uns einen Termin für ein persönliches Gespräch bei den Gesundheitstagen vereinbaren.

Melden Sie sich dazu bitte per Email unter Angabe Ihres Namens, dem gewünschten Zeitpunkt des Termins und dem Gesprächsthema (sofern gewünscht):

info@puresec.de

(Aus Datenschutzgründen verwenden wir kein Kontaktformular. Wenn Sie uns eine Email schreiben, geben wir diese nicht an Dritte weiter.)

Felix Kerber

Frohe Weihnachten mit AAL

Wie war das noch mal? Hab ich den Herd ausgemacht, ist das Bügeleisen aus, sind die Rollläden unten?

So oder ähnlich kann es jedem von uns gehen. Dabei ist das Alter nicht entscheidend, sondern oft sind Hektik, Stress und Überforderung der Grund für Unsicherheit.

Ich müsste jetzt zurückgehen und noch einmal alles checken. Doch ich brauche dies nicht, denn ich habe meine Assistenzsysteme, die das für mich erledigen. Ich kann diese von meinem Smartphone steuern und überprüfen. Über eine App kann ich sehen, ob der Herd aus ist oder das Bügeleisen noch am Strom hängt. Den Rollladen kann ich nun herunterfahren lassen und ich weiß, es funktioniert auch.

Beim Adventskaffee kann ich meinen Freunden die neuen Funktionen zeigen. Gut, dass vieles selbsterklärend ist. Weiß ich aber nicht mehr weiter, so kann ich bei meinem Dienstleister anrufen. Sie sind immer nett und kompetent. Auf meiner App kann ich sehen, ob sich etwas in meiner Wohnung bewegt. Da nichts passiert, weiß ich, dass alles in Ordnung ist. Kein Unbefugter im Haus.

Zurück daheim erinnert mich mein „Tablet“, dass ich meine Medikamente noch nicht genommen habe. Die Medikamentenbox ist schon geöffnet und ich brauche die Medikamente nur entnehmen und mit einem Glas Wasser ist alles erledigt.

Heute ist Enkeltag und ich freue mich schon drauf. Die Fahrt zu ihnen ist zu weit und bei den vielen Staus auch kein Spaß. Mit meinem „Tablet“ können wir Bilder austauschen oder per Video chatten.

Der Tag ist schnell rum und ich liege auf der Couch und schau mir meine Lieblingssendung an. Da klingelt das Telefon. Meine Tochter ist dran und fragt, ob es mir gut geht. Sie hat auf ihrer App gesehen, dass ich mich schon lange nicht mehr bewegt habe. Aus Sorge hat sie mich angerufen. Da habe ich gemerkt, dass ich für ca. 2 ½ Stunden eingeschlafen war. Ja, so kann es kommen. Schnell hat man die Zeit vergessen und schon ist es Schlafenszeit.

Das Bad habe ich mir altersgerecht umbauen lassen. Nun ist alles auf einer Ebene und die Stolperfallen sind weg. Die Wohnraumberatung hat mir geholfen Stolperfallen zu erkennen und nützliche Dinge anzuschaffen. Dabei hat die Pflegekasse finanziell stützend unter die Arme gegriffen, mit bis zu 4000€ pro Umbaumaßnahme. So brauche ich mit Hilfe von Bewegungsmeldern nicht mehr nach den Lichtschaltern suchen. Der Weg ist gut ausgeleuchtet und ich finde ins Bett.

Das Leben kann man sich mit AAL und SmartHome leichter machen. Es ist schön zu wissen, da passt noch einer auf.

Frohe und gesegnete Weihnachten

Ihr PureSec Team

Mehr Autonomie durch Technologie

Eröffnung des Showrooms im Bereich Ambient Assisted Living

Bei der Eröffnung am Dienstag, den 18.09.2019 wurden die geladenen Gäste von „Pepper“, dem humanoiden Roboter begrüßt. In sechs Monaten soll er auf Mimik und Gestik seines Gegenübers reagieren und darauf eingehen.

Unsere Vision länger, komfortabel und eigenständig zu Hause zu leben, nimmt Gestalt an. Das umfassende Portfolio alltagstauglicher Assistenzsysteme aus dem Pflege- und Fürsorgebereich (AAL – Ambient Assisted Living) wird individuell auf Ihre aktuellen Bedürfnisse abgestimmt.

Aktive Systeme erkennen automatisch eine Gefahrensituation, wie ein eingeschalteter Herd und eine lange offenstehende Tür. Eine App informiert den Pflegedienst oder die Angehörigen.

(Auszug aus dem Artikel der Idsteiner Zeitung vom 20.09.2018 mit dem Titel „Mehr Autonomie durch Technologie“ von Frau Marion Diefenbach)

Felix Kerber

Smart zu Hause statt Altersheim!

Der traditionelle Hausnotruf ist in vielen Situationen nicht mehr wegzudenken. Aber was, wenn der rettende Knopf nicht betätigt werden kann? Neue, smarte Assistenzsysteme leisten hier wesentlich mehr und können Menschen zudem bei vielen kleinen Aufgaben unterstützen und entlasten.

Die PureSec GmbH aus Idstein hat ein umfassendes Portfolio alltagstauglicher Assistenzsysteme zusammengestellt und entwickelt daraus individuelle Lösungen für Ihre aktuellen Bedürfnisse. Damit erleichtern wir den Alltag in der Betreuung und Pflege, gewährleisten eine größtmögliche Unabhängigkeit für die Betroffenen und sorgen für ein sicheres Gefühl bei den Angehörigen.

Unsere Vision ist es, als kompetenter Partner vor Ort die Sicherheit und Eigenständigkeit von älteren und/oder hilfsbedürftigen Menschen in ihrem eigenen Zuhause zu erhöhen.

Unsere Eröffnungsfeier findet am Dienstag, 18.09.2018 von 16:30-18:30 Uhr für geladene Gäste statt.
Am Samstag, den 22.09.2018 begrüßen wir Sie beim Tag der offenen Tür zwischen 09:00 und 14:00 Uhr in unseren Räumen in der Wiesbadener Str.30, 65510 Idstein.

Feiern Sie mit uns unseren neuen Showroom. Gerne zeigen wir Ihnen einige unserer neuen Assistenzsysteme, was sie im konkreten Einsatz leisten können und wie wir Sie bei der Konzeption, Installation und Wartung unterstützen können.

PureSec hat seine Wurzeln in der Welt der IT-Sicherheit. Informationssicherheit und Datenschutz spielen für uns eine zentrale Rolle. Gerne wollen wir auch hierüber mit Ihnen ins Gespräch kommen.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und Ihr Interesse.

Lernen Sie bei dieser Gelegenheit auch unser neuestes Team-Mitglied, den Kommunikationsroboter Pepper kennen.

Helmut Honermann

Fördert AAL Vereinsamung im Alter?

In vielen Artikeln (z.B. von splendid Research, wohnen im alter und Frankfurter Neue Presse) wird derzeit über die Vereinsamung von älteren Mitmenschen berichtet, die sich zurückgezogen haben, weil ihre sozialen Kontakte mit höherem Alter und begleitender Immobilität abreißen. Freunde und Verwandte werden weniger, die Nachbarschaft kennt man nicht mehr und man fühlt sich den Anforderungen in der Schnelllebigkeit der heutigen Zeit nicht mehr gewachsen.

Ambient Assisted Living-Systeme unterstützen ältere Mitmenschen in ihrem eigenen Heim zu leben, so lange wie möglich. Nun kann man argumentieren, dass diese Systeme zur Verstärkung der Vereinsamung beitragen könnten, da sie noch weniger Anreize geben, sein Heim zu verlassen.

Das Gegenteil ist aber der Fall, wenn diese technischen Hilfsmittel als sinnvolle Ergänzung für eine ganzheitliche Betreuung und Versorgung eingesetzt werden.

AAL-Systeme werden in bestehende oder neu zu implementierende regionale Angebote integriert. Sie unterstützen die Einbindung in lokale soziale Netzwerke, um Dienstleistungen wie z.B. Essen auf Rädern, Wäscheservice, Notrufe oder Betreuung zu ermöglichen. Als Beispiel ist hier ESCOS Automation Copilot Service Living zu nennen. Älteren Mitmenschen wird somit ein erweitertes Spektrum zur Kommunikation und zu sozialen Kontakten mit anderen Menschen geboten. Dies kann z.B. durch einfache Installation von Rufsystemen oder Videotelefonie geschehen. AAL-Systeme bieten aber auch mehr Sicherheit im Notfall. Man weiß, dass es Menschen gibt, die schnell zur Stelle sind. Dadurch werden den älteren Mitmenschen Sorgen abgenommen, die unter Umständen auch depressive Verstimmungen befördern können.

AAL-Systeme werden an die individuellen Bedürfnisse angepasst und unterstützen tägliche Aufgaben wie die Beschaffung und Einnahme von Medikamenten oder das Organisieren von Einkäufen. Die sozialen Kontakte werden nicht reduziert, sondern können mit Hilfe der digitalen Technik gefördert werden. Wichtig ist darauf zu achten, dass diese Systeme so einfach wie ein Fernseher bedient werden können.

Die Universität Oldenburg hat unter anderem dieses Thema näher untersucht und festgestellt , dass durch den Einsatz von AAL-Systemen die Lebensqualität der Betroffenen steigt. Sie helfen dabei, Vereinsamung zu vermeiden.

Ute Schmidt

Messe ALTENPFLEGE 2018 – AAL kommt ins Rollen

Impressionen von der Messe ALTENPFLEGE 2018

Die Messe ALTENPFLEGE fand vom 06. bis 08. März 2018 in Hannover statt und ist die Leitmesse der Pflegewirtschaft und der wichtigste Treffpunkt im Pflegesektor. Über 500 internationale Aussteller präsentierten ihre Produkte, Dienstleistungen und Innovationen aus allen Pflegebereichen. Das Angebotsspektrum bietet neben den klassischen Pflegethemen auch zukunftsorientierte Lösungen. Verschiedene Kongress- und Forenprogramme, sowie ein hochwertiges Rahmenprogramm ergänzen das Angebot.
Mit der Halle 21 wurde den Bereichen „Raum für Technik“ und „IT und Management“ ein relativ großer Ausstellungsbereich spendiert.
Quelle: http://altenpflege-messe.de

Im Januar führten wir einige Gespräche mit Herstellern und Lieferanten von digitalen alltagunterstützenden Assistenzsysteme (AAL). Um die Entwicklung eines partnerschaftlichen Verhältnisses voran zu treiben, war unser Reiseziel für den 08. März klar definiert, da all diese Hersteller und Lieferanten bei der Messe in Hannover vertreten waren.

Während unseren Gesprächen gab es durchgehend positive Rückmeldungen. Dieser positive Eindruck bezog sich sowohl auf eine Partnerschaft der Hersteller und Lieferanten mit der PureSec GmbH, als auch das Interesse an AAL-Lösungen insgesamt. Der Wissensstand der Besucher steigt und Gespräche beginnen nicht mehr mit der Erklärung, was AAL eigentlich ist. Die Gespräche verliefen zielgerichteter. Die Besucher kamen mit konkreten Fragen zu Funktionalität und Umsetzungsmöglichkeiten.

Technisch gibt es kaum Revolutionen. Die Evolution schreitet allerdings stetig voran und nimmt bestehende Techniken und Möglichkeiten in Komplettlösungen auf. So wurden neuen Design-Konzepte zur vereinfachten Bedienung vorgestellt, wie auch die Möglichkeit weitere Sensoren und Aktoren in einer zentralen Lösung zu integrieren.
Auffällig zu sehen war hierbei, dass der Fokus der Produktentwicklung mehr auf den Nutzen gerichtet ist. So hat z.B. das automatisch gesteuerte Nachtlicht bei vielen zentralen Lösungen Einzug gehalten, als Beitrag zur Sturzprävention in den Abend- und Nachtstunden.

Natürlich waren auch wirkliche Neuerungen zu sehen, die zeigen, wie sich der Fortschritt in der Zukunft weiter entwickeln kann:

  1. Pikkerton stellt mit Grannyguard eine intelligente Sturzerkennung vor. Das Sensorprinzip in Hinblick auf die Sturzerkennung ist 100% passiv, das heißt es werden keinerlei Energien ausgesendet: Keine Radarwellen, kein Licht und kein Schall. Lediglich die vom Menschen ausgestrahlte Wärmeenergie wird durch hochempfindliche Thermosensoren aufgefangen und intelligent analysiert. Weitere Informationen unter http://www.pikkerton.de/

  2. Das CARUHOME der Firma CARU AG aus Zürich ist ein intelligentes Alarmsystem für die Wohnung. Dank neuester Technologie bemerkt das System, wenn etwas nicht stimmt und organisiert Hilfe. CARU ist zurückhaltend und respektiert die Privatsphäre der Bewohner. Trotzdem ist sie immer da und ermöglicht so einen sicheren Alltag. Weitere Informationen unter http://caruhome.com/

Fazit: AAL kommt ins Rollen.

Felix Kerber

REHAB 2017 – Das muss besser gehen

Impressionen von der REHAB 2017

Die 19. Auflage der Fachmesse für Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion (REHAB) in der Messe Karlsruhe ging am 13. Mai 2017 zu Ende. Auf insgesamt 35.000 Quadratmetern zeigten rund 450 Aussteller aus 18 Ländern ihre Reha-, Orthopädie- und Medizintechnikprodukte sowie Innovationen für Pflege und Therapie.
Quelle: https://www.rehab-karlsruhe.com

Da es sich um eine Sonderschau zum Thema „Alltagunterstützende Assistenzsysteme (AAL)“ handelte, war unser Reiseziel für den 12. Mai klar definiert. Unsere Hoffnungen lagen in der Gewinnung von Eindrücken und Informationen zum aktuellen Stand im Markt und der technischen Umsetzung von AAL-Lösungen, sowie die Führung von Gespräche mit interessanten und etablierten Partnern und Dienstleistern zum Ausbau unserer Kontakte.

Dem Bereich „Bauen & Wohnen / AAL“ wurde in Halle 2 nur ein relativ kleiner Bereich spendiert in dem es an unserem Besuchstag u.a. zwei Vorträge zu folgenden Themen gab:

  • Wie Digitalisierung AAL revolutioniert – schlüsselloser Türzugang mit KIWI
  • Projekt I-CARE: Individuelle Aktivierung von Menschen mit Demenz in der häuslichen Versorgung / Innovative Technologien in den Alltag bringen

Es fällt auf, dass die meisten Aussteller sich nur auf eine Personengruppe fokussiert haben und ihre Produkte häufig nur für einen Anwendungsfall konzipiert wurden. Ganzheitliche Lösungen wurden nur selten demonstriert.

Technisch gibt es wenig Neues, das einen Kenner im Bereich Smart Home beeindrucken könnte. Es gab nur wenige Aussteller mit dem Ansatz von AAL-spezifischen Lösungen. Teilweise waren diese nur theoretisch verfügbar und ein erwerbbares Produkt noch nicht auf dem Markt.

Folgende sehr interessante Ansätze konnten wir sehen, die zeigen, wie sich der Fortschritt in der Zukunft entwickeln kann:

  1. Future-Shape stellt auf der REHAB mit SensFloor einen großflächigen Sensorboden vor. Durch geschickte Verknüpfung der Sensorinformationen ist es möglich, eine Vielzahl von Applikationen im Bereich Komfort, Sicherheit und Energiesparen zu realisieren. Weitere Informationen unter http://www.future-shape.com/
  2. Die baseCON Wohnassistenz der Firma KUNDO xT bietet Sicherheit beim Verlassen des Hauses, mindert die Angst vor Einbrechern, sorgt für ein gesundes Raumklima und unterstützt die persönliche Gesundheit.
    Dieser Aussteller zeigt auf der REHAB im Ansatz eine AAL-Lösung nach unserem Empfinden. Weitere Informationen unter http://www.kundoxt.de/
  3. Das Küchenstudio Hahn stellte mit seiner High-Tech Küche die mögliche zentrale Komponente eines Smart Home vernetzten Haushalts. Alle Funktionen der Küche können nach Wunsch per Knopfdruck, Fernbedienung oder mit dem Smartphone gesteuert werden. Auch soll die Steuerung aller an die Küche angebundenen Geräte über diesen Weg möglich sein. Weitere Informationen unter http://kuechen-hahn.de/
  4. Die Firma SYS.TEC nutzt diverse Smart Home Techniken um eine sichere, komfortable und energieeffiziente Gebäudeautomation umzusetzen. Dadurch kann Sicherheit geschaffen und Unterstützung im Alltag geleistet werden.
    Dieser Aussteller war einer der wenigen der REHAB, der den Ansatz von AAL nach unserem Empfinden verfolgt. Weitere Informationen unter http://www.sys-tec.info/

Fazit: Das muss besser gehen.

Obwohl die REHAB eine Gesundheitsmesse ist, konnten die Aussteller im Bereich „Bauen & Wohnen / AAL“ nur wenig mit den Alltagunterstützenden Assistenzsystemen überzeugen. Die Zahl der Aussteller für technische Lösungen war überschaubar. Es bestätigt sich wieder unsere Vermutung, dass der Markt noch recht jung und klein ist.

Felix Kerber

Ambient Assisted Living – Wollen wir das?

Ethische Aspekte bei der Anwendung von AAL-Systemen

Zugegeben, in meinen über dreißig Jahren in der IT-Branche, davon über 10 Jahre bei Hardwareherstellern, ist mir die Frage, ob IT-Produkte ethisch sinnvoll sind, eigentlich nie gestellt worden. Das passt einfach nicht zu dieser Branche. IT ist modern, cool und innovativ, das muss einfach gut sein! Und wenn jemand meint, er braucht so etwas nicht, dann ist er entweder von gestern oder hat nur noch nicht verstanden, was unsere Produkte können.

Aber Spaß beiseite: Natürlich ist die Frage durchaus berechtigt, gerade im Bereich Gesundheit, denken wir nur an Pflegeunterstützung, Heimbetreuung oder Telemedizin. Wer stellt sich bei einem kurzen Rollenwechsel zu der Perspektive einer betroffenen Person nicht die Frage, was da mit der betreuten Person eigentlich geschieht, welche Daten über das intimste Privatleben automatisch gesammelt, zwischen verschiedensten Institutionen ausgetauscht und von wildfremden Leuten verarbeitet werden? Und erst die Frage der Autonomie: Wer bestimmt, ob und wie z.B. das Leben eines dementen Menschen überwacht wird, welche Daten gesammelt und ausgewertet werden, und von wem diese verarbeitet/weitergegeben werden? Der Betroffene? Die Angehörigen? Der Hausarzt?

Diese Fragen sollten und müssen sich Anbieter von Produkten und Services im Bereich AAL (Ambient Assisted Living – Altersgerechte Assistenzsysteme für ein selbstbestimmtes Leben) stellen. Das hat auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung erkannt und 2012 im Rahmen eines 45 Mio. EUR schweres Forschungsprogramms zum Thema AAL auch eine Begleitstudie unter dem Titel „Ethische Fragen im Bereich Altersgerechter Assistenzsysteme“ in Auftrag gegeben (»Ethische Fragen im Bereich Altersgerechter Assistenzsysteme« (PDF)). Quelle: www.ttn-institut.de/bericht-aal

Diese Begleitstudie analysiert sehr gut die grundlegenden ethischen Fragestellungen, und sie entwickelt das Modell MEESTAR („Modell zur Ethischen Evaluation Sozio-Technischer ARrangements“) zur Untersuchung und Bewertung eines konkreten Assistenzsystems oder AAL-Services hinsichtlich ethischer Fragen.

PureSec hat das MEESTAR-Modell bereits erfolgreich in konkreten Situationen angewandt. Zur Auswertung und Dokumentation der Ergebnisse wird eine Excel-Vorlage verwendet. Diese PureSec-Vorlage darf gerne weiterverwendet werden. Sie kann unter dem folgenden Link heruntergeladen werden:
Vorlage_Ethische_Evaluation_MEESTAR-Modell.xlsx

Hinweis: In den Tabellenblättern ist zur einfachen Verwendung ein Blattschutz aktiviert. Die Eingabefelder sind weiß hinterlegt. Die Auswertung erfolgt nach dem Maximumprinzip.

Helmut Honermann