IFA 2017 – Smart Home – das macht jeder

Impressionen von der IFA 2017

Die IFA ist die global führende Messe für Consumer Electronics und Home Appliances. Sie fand vom 01. bis 06. September 2017 in Berlin statt. Quelle: http://b2c.ifa-berlin.de

Mit über 1.100 Ausstellern aus über 30 Ländern gab es in den Messehallen in Berlin sehr viel internationale Eindrücke aufzunehmen. Die IFA 2017 stand ganz unter dem Motto „IoT – alles ist verbunden“ (Internet of Things, Internet der Dinge) und die Hersteller folgen dem Trendthema Smart Home.
Im Vergleich zur CeBIT und der REHAB steht das Thema Smart Home klar im Vordergrund. Nicht nur eine Halle, sondern überall und bei jedem Hersteller wurden Produkte und Möglichkeiten im Bereich Smart Home präsentiert.  

Technisch gibt es kaum Neuentwicklungen. Die Produkte ähneln sich über die Hersteller hinweg, es gibt nur wenige Alleinstellungsmerkmale. Der verfolgte Ansatz der Vernetzung und der smarten Möglichkeiten unterscheiden sich je nach dem, um welchen Hersteller es sich handelt. Der Stand von Bosch Hausgeräte zielt dabei deutlich auf „Weiße Ware“ und Haushaltsgeräte ab, während Busch-Jaeger den Schwerpunkt auf Zutrittskontrolle und Gebäudesicherheit legt. 

So haben alle Hersteller und Produkte ihre Daseinsberechtigung und ergänzen sich. Doch das wirft neue Schwierigkeiten auf: übergreifende Vernetzung, gemeinsame Nutzung und Verknüpfung.

Die Tatsache, dass es viele verschiedene Hersteller, Produkte und Komponenten für den Bereich Smart Home gibt, eröffnet neue Geschäftsfelder. Die herstellerübergreifende Steuerung und intelligente Verknüpfung spielt dabei eine wichtige Rolle. ConradConnect, iHaus und mediola haben ihre übergreifende All-in-One Lösungen auf der IFA vorgestellt. 

Speziell im Bereich AAL (Ambient Assisted Living – Altersgerechte Assistenzsysteme für ein selbstbestimmtes Leben) gab es wenig Aussteller und Produkte.

Dieser Markt wird von den Herstellern jedoch mehr und mehr wahrgenommen und ausgebaut, so erfuhren wir im Gespräch mit TechniSat. Jedoch gestaltet sich der Vertriebsweg als recht schwierig, um den Endverbraucher zu erreichen. Es müsse hier über die Verbände der Sozialunterstützung und die Träger entsprechenden Einrichtungen laufen, so die Aussage.

Fazit:

Unter all den Produkten und Möglichkeiten das passende auszuwählen, wird die Herausforderung in der Zukunft sein. Welcher Hersteller setzt sich durch, welcher Standard wird verschwinden – das wird die Zeit zeigen.

Felix Kerber